Warum ist und war das so?
E-Book von Robert Harler
https://buchshop.bod.de/warum-war-und-ist-das-soo-robert-harler-9783695779628
Bitte zum Bestellen, den oberen Link anklicken.
In meinem Buch: Warum ist und war das so? will ich zeigen, woran es liegt, dass Vermögen in Deutschland (und anderswo) so ungleich verteilt ist. Das hier ist keine reine Zahlen-und-Fakten-Sammlung. Ich versuche zu verstehen, warum Arm und Reich immer weiter auseinanderdriften; warum hat bisher kein Kanzler was gegen diese wachsende Ungleichheit ausrichten können? Wa-rum wirkt die Politik oft so machtlos, während die Unterschiede immer größer werden? Um das zu verstehen, schaue ich zurück in die Geschichte, untersuche soziale Strukturen und politische Ent-scheidungen.
Die Gründe für die soziale Spaltung sind verzwickt. Da spielen soziale, wirtschaftliche und politische Dinge zusammen. Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um Beziehungen, Bildung und da-rum, wie man Politik gestaltet. Besonders wichtig ist mir die Entwicklung der Arbeiter im Ruhrgebiet, das früher mal das Industriezentrum Deutschlands war. Ich beschäftige mich mit den Folgen des Wandels dort. Die Deindustrialisierung, der Nie-dergang von Kohle, Stahl und so weiter, hat ihre Spuren in den Städten hinterlassen: Arbeitslosig-keit, Armut, kaputte Gebäude. Orte wie Gelsenkir-chen, Oberhausen oder Herne wirken heute oft trostlos.
Man sieht das an den verfallenden Häusern, den vollen Wohnungen und der schlechten medizini-schen Versorgung. Diese Not ist kein Zufall, son-dern das Ergebnis von Fehlern in der Politik der letzten Jahrzehnte. Statt in die Menschen zu inves-tieren, wurden Sachen gemacht, die vor allem den Reichen geholfen haben. Wirtschaftsliberale Ideen waren wichtig, und die Arbeiter wurden immer mehr an den Rand gedrängt.
Das hat die Kluft vergrößert und das Leben der Leute verschlechtert. Es ist eine Geschichte von verpassten Chancen und davon, dass man die Fol-gen der industriellen Revolution nicht in den Griff bekommen hat. Die CDU scheint momentan vor allem die Reichen zu unterstützen, besonders in der Finanzpolitik. Steuererleichterungen haben meistens denen geholfen, die eh viel haben, was den Reichtum noch vergrößert und die soziale Kluft weiter auseinandergetrieben hat. In Bayern wur-den Gutverdiener entlastet, aber Investitionen in Soziales, Bildung und bezahlbaren Wohnraum blie-ben oft auf der Strecke.
So entsteht eine Gesellschaft, in der Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffen, während die Schwächsten immer weiter abrutschen. Ich kritisiere auch die Sozialpolitik dieser Parteien. Statt in die Zukunft zu investieren, wurde oft ge-spart, was vor allem denen schadet, die eh schon wenig haben. Man hat den Eindruck, dass soziale Gerechtigkeit nicht mehr so wichtig ist, während die Interessen der Reichen im Vordergrund stehen.